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EU-Ökodesign-Richtlinie: Was LED-Hersteller 2025 wissen müssen

2025-11-17

Neueste Unternehmensnachrichten über EU-Ökodesign-Richtlinie: Was LED-Hersteller 2025 wissen müssen
EU-Ökodesign-Richtlinie: Was LED-Hersteller 2025 wissen müssen

Hersteller in Asien und Europa stehen unter Zeitdruck. Die Europäische Union tritt in eine neue Regulierungsphase ein, und die Kategorie Beleuchtung ist eines der am strengsten überwachten Segmente im Rahmen von Ökodesign, Energiekennzeichnung und EPREL.

Wenn Sie LED-Lampen oder -Leuchten herstellen — und planen, diese in der EU zu verkaufen — ist die Erfüllung der aktualisierten Anforderungen nicht mehr optional. Effizienz, Flimmern, Lebensdauer, Reparierbarkeit und transparente Dokumentation sind jetzt Teil Ihres Marktzugangspasses.

Dieser Leitfaden erklärt, worauf es ankommt, was sich geändert hat und wie LED-Hersteller die vollständige Konformität gewährleisten und gleichzeitig die Produktqualität verbessern und mehr B2B-Kunden gewinnen können.


Einführung — Warum Ökodesign wichtiger denn je ist

Die Beleuchtungsindustrie verändert sich schnell. Die Energiepreise bleiben volatil, Städte fordern langlebigere Produkte, und Käufer erwarten Transparenz weit über die Watt- und Lumenangaben auf einer Verpackung hinaus. Die EU-Ökodesign- und Energiekennzeichnungsregeln dienen einem Zweck: sicherzustellen, dass jede in der Region verkaufte Lichtquelle effizient, langlebig, sicher und verantwortungsvoll dokumentiert ist.

Für LED-Hersteller bedeutet dies, dass die Messlatte höher gelegt wird:

  • Höhere Effizienzerwartungen
  • Strengere Flimmerkontrolle (Pst LM & SVM)
  • Bessere thermische, elektronische und optische Stabilität
  • Pflichtmäßige EPREL-Registrierung
  • Nachgewiesene Lebensdauerangaben (L70/Bxx/Cx)
  • Anforderungen an Reparierbarkeit und Materialeffizienz
  • Vollständige CE-Technische Dokumentation

Die Zeiten von „LED = standardmäßig konform“ sind lange vorbei. Die EU bewertet jetzt die Leistung und die Dokumentation genauso ernst.


Was genau ist die EU-Ökodesign-Richtlinie?

Die Ökodesign-Richtlinie (2009/125/EG) ist der Rahmen der EU für energieverbrauchsrelevante Produkte. Für die Beleuchtung definiert sie:

✓ Mindestanforderungen an die Leistung

(Lichtausbeute, Leistungsfaktor, THD, Flimmern, Standby-Leistung)

✓ Informationspflichten

(Datenblätter, EPREL-Daten, Lebensdauererklärungen)

✓ Materialeffizienz

(Reparierbarkeit, austauschbare Teile, Demontage)

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Ökodesign arbeitet zusammen mit:

Energiekennzeichnungsverordnung

Definiert A–G-Effizienzklassen und wie diese gemessen werden.

EPREL (EU-Produktregister für die Energiekennzeichnung)

Alle LED-Produkte müssen vor dem Inverkehrbringen in der EU mit genauen Daten registriert werden.

CE-Kennzeichnungsanforderungen

Jeder Hersteller muss eine vollständige technische Dokumentation führen, die durch akkreditierte Prüfberichte belegt wird.

Zusammen bilden diese das Rückgrat der LED-Konformität.


Kernanforderungen für LED-Produkte (aktuelle Regeln)

Um heute konform zu sein, müssen LED-Hersteller diese wesentlichen Kriterien erfüllen:

2.1 Effizienz
  • Minimale Lichtausbeute je nach Produkttyp
  • Gemessen nach LM-79-Standards
  • Die Effizienz beinhaltet Treiberverluste, nicht nur die LED-Chip-Ausgabe
2.2 Flimmerleistung

Viele LED-Ausfälle in den letzten Jahren sind auf Flimmerprobleme zurückzuführen. Ökodesign legt Grenzwerte unter Verwendung von branchenüblichen Metriken fest:

  • Pst LM ≤ 1,0 (Kurzzeitflimmern)
  • SVM ≤ 0,4 (Stroboskopeffektschwelle)

Diese müssen über Dimmbereiche und unter verschiedenen Leistungsbedingungen eingehalten werden.

2.3 Lebensdauerangaben (L70/Bxx/Cx)

Hersteller müssen Folgendes angeben:

  • L70 (Zeit bis zum Abfall der Lichtleistung auf 70%)
  • Bxx (Prozentsatz der Einheiten, die ausfallen dürfen)
  • Cz (katastrophale Ausfallrate)

Diese müssen durch TM-21-Projektionen unter Verwendung von LM-80-Daten unterstützt werden, nicht durch Schätzungen.

2.4 Standby & Netzwerk-Standby
  • 0,5 W für Standardprodukte
  • niedrigere Grenzwerte für intelligente/vernetzte Geräte kommen
2.5 Austauschbarkeit & Reparierbarkeit

Dies ist ein wachsender Schwerpunkt:

  • Austauschbare Treiber
  • Austauschbare Steuerplatinen
  • Zugängliche Schrauben (nicht versiegelter Kleber)
  • 7 Jahre Ersatzteilverfügbarkeit empfohlen

Dies steht im Einklang mit den Regeln der Kreislaufwirtschaft.


2025-Updates — Was sich ändern wird?

Die EU hat mehrere Richtungen zur Verschärfung der Regeln signalisiert. Obwohl der endgültige Text variieren kann, sind die Muster klar.

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3.1 Strengere Flimmerdurchsetzung

Der größte Schwerpunktbereich bleibt:

  • Überprüfung von Pst LM/SVM über mehr Dimmtypen
  • Validierung des Verhaltens unter „Randbedingungen“ (niedrige Ströme, PWM-Modi)
3.2 Stärkere EPREL-Datenvalidierung

EPREL-Einträge müssen:

  • mit Datenblättern übereinstimmen
  • mit der Verpackung übereinstimmen
  • mit DoC- und CE-Dateien übereinstimmen

Abweichungen lösen zunehmend Marktüberwachungsprüfungen aus.

3.3 Reparierbarkeit & Materialeffizienz

Kommende Updates betonen:

  • modulare Treiber
  • Demontageanweisungen
  • längere Ersatzteilverfügbarkeit
  • klarere Berichterstattung in EPREL
3.4 Reduzierung der Standby-Leistung für intelligente LEDs

Vernetzte Leuchten können mit reduzierten Standby-Budgets konfrontiert werden, um Energieverschwendung einzudämmen.

3.5 Transparentere Lebensdauerangaben

Die EU wird Folgendes vorantreiben:

  • harmonisierte Lebensdauertoleranzen
  • strengere Rechtfertigung von L70/Bxx/Cx
  • standardisierte Datenblattstrukturen

Warum diese Vorschriften für Hersteller wichtig sind

Die Regulierung sollte nicht als Belastung angesehen werden — sie ist ein Wettbewerbsvorteil, wenn sie gut gehandhabt wird.

Marktzugang

Wenn Ihr Produkt nicht konform ist, kann es den EU-Markt nicht legal betreten, auch wenn der Käufer es möchte.

Geringere Gewährleistungskosten

Bessere Treiber, stabile Elektronik und ein kontrolliertes thermisches Design senken die Ausfallraten drastisch.

Stärkeres Markenvertrauen

Käufer bevorzugen jetzt Lieferanten, die Folgendes anbieten:

  • klare Testberichte
  • transparente EPREL-Einträge
  • nachvollziehbare Dokumentation

Konform sein → Ausschreibungen, Einzelhändler und Kunden des öffentlichen Sektors gewinnen.


EPREL: Was Hersteller tun müssen

EPREL ist keine Formalität mehr — es ist Ihr öffentliches Leistungsprofil.

Sie müssen Folgendes registrieren:
  • Leistungswerte
  • Effizienzklasse
  • Flimmermetriken
  • Lebensdauererklärungen
  • Produktbilder
  • technische Parameter
  • Produktvarianten
  • Korrekturfaktoren
Häufige EPREL-Fehler
Problem Auswirkung
Falsche Lumen/Watt-Paarung Ablehnung / Audit
Datenblatt ≠ EPREL-Werte Nichteinhaltung
Fehlende Lebensdauerdaten Hohes Audirisiko
Varianten-Fehlpaarungen Produktrücknahme
Falsche Standby-Werte Strafen

Tipp: Erstellen Sie eine einzige Quelle der Wahrheit für alle Produktdaten, um die Konsistenz zu gewährleisten.


Schritt-für-Schritt-Konformitäts-Roadmap für LED-Hersteller
6.1 Umfang & Anforderungen

Definieren Sie Produkttyp, Anwendung, Varianten und Zielmärkte.

6.2 Technische Designziele

Legen Sie interne Designziele über den Mindestanforderungen fest:

  • LM/W-Marge
  • Flimmermarge
  • Thermische Stabilitätsmarge
6.3 Vorab-Konformitätsprüfung

Testen Sie frühzeitig mit:

  • EVT-Mustern
  • EMV-Screening
  • Thermische Stabilitätstests
  • Dimmkompatibilitätsmatrix
6.4 Endgültige Verifizierung

Führen Sie vollständige akkreditierte Tests durch:

  • LM-79-Photometrie
  • Flimmern (Pst LM, SVM)
  • Sicherheit (EN 61347, EN 60598)
  • EMV (EN 55015)
6.5 EPREL-Registrierung

Laden Sie genaue, harmonisierte Daten hoch.

6.6 CE-Technische Datei-Zusammenstellung

Beinhaltet:

  • Konformitätserklärung
  • Risikobewertung
  • Testberichte
  • Schaltpläne, Stückliste
  • IFU (Gebrauchsanweisungen)
  • Reparaturanweisungen
6.7 Marktüberwachung

Überwachen Sie Felddaten und Serviceaufzeichnungen, um die Konformität aufrechtzuerhalten.


Häufige Herausforderungen (und wie man sie vermeidet)
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Herausforderung 1: Flimmerspitzen bei geringem Dimmen

Lösung: Validieren Sie mit einer breiten Dimmermatrix und stabilisieren Sie das Verhalten des Niedrigstromtreibers.

Herausforderung 2: Photometrische Drift

Lösung: Geben Sie die LED-Binning an + testen Sie bei erhöhten Temperaturen.

Herausforderung 3: Inkonsistente Daten in allen Dokumenten

Lösung: Verwalten Sie eine einheitliche Datenbank für EPREL-/Datenblatt-/Etikettenwerte.

Herausforderung 4: Komponentenersatz

Lösung: Implementieren Sie strenge Änderungskontrollverfahren.

Herausforderung 5: Verpackungs- und Etikettenfehler

Lösung: Verwenden Sie standardisierte Vorlagen, die auf die Vorschriften abgestimmt sind.


Wie Konformität zu einem Geschäftsvorteil wird
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Wenn die Konformität Teil der Produktkultur ist, erhalten Sie:

  • Bessere Ausschreibungsberechtigung
  • Höheres Vertrauen von Distributoren und Einzelhandelsketten
  • Geringere Ausfallraten
  • Stärkere Nachhaltigkeitsnachweise
  • Premium-Markenpositionierung

Dies ist besonders wichtig, da EU-Käufer zunehmend ESG, den Lebenszykluswert und transparente Dokumentation priorisieren.


9. Zukunftstrends über 2025 hinaus

Die EU bewegt sich auf eine tiefere Rechenschaftspflicht über den Produktlebenszyklus zu.

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Digitaler Produktpass (DPP)

Erfordert strukturierte, nachvollziehbare Produktdaten.

Kreislaufwirtschaftsfokus

Modulare, reparierbare, recycelbare Designs.

CSRD-Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nachvollziehbarere Materialeffizienzmetriken.

Cybersicherheitsregeln für vernetzte Beleuchtung

Sichere Firmware, SBOMs, authentifizierte Updates.

Hersteller, die sich jetzt vorbereiten, vermeiden spätere Störungen.


Fazit — Frühzeitig vorbereiten, klar dokumentieren, intelligent gestalten

EU-Ökodesign ist nicht nur eine Verordnung — es ist der neue Standard für Qualität, Effizienz und Vertrauen in die LED-Beleuchtung. Hersteller, die frühzeitig in die Konformität investieren, profitieren von einem reibungsloseren Marktzugang, weniger Gewährleistungsproblemen und einem stärkeren Ruf bei den Käufern.

Indem Sie nach dem Regelwerk entwerfen, die Leistung frühzeitig validieren und eine saubere, konsistente Dokumentation führen, ist Ihr LED-Portfolio nicht nur für 2025, sondern auch für das nächste Jahrzehnt der Beleuchtungsevolution bereit.

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